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Fisch des Jahres Autor: Heiko Brunken, 27. November 2016

 

Die Flunder (Platichthys flesus) wird Fisch des Jahres 2017

Gemeinsame PM des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV), des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Bonn/Berlin, 11. November 2016:  

"Die Plattfischart wurde gemeinsam vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zum Fisch des Jahres 2017 gewählt. Die Flunder ist ein ausgesprochen wanderfreudiger Fisch, der als Jungfisch teilweise vom Meer in die Flüsse einschwimmt. „Mit der Flunder als Fisch des Jahres 2017 wollen wir gemeinsam darauf aufmerksam machen, dass die Meere und Flüsse untrennbare Lebensräume darstellen und vielen Fischarten durch Querbauwerke wie zum Beispiel Wehre die natürlichen Wandermöglichkeiten genommen werden", so die Präsidentinnen des DAFV, Dr. Christel Happach-Kasan und des BfN, Prof. Dr. Beate Jessel, in einer gemeinsamen Erklärung. Zudem werde mit der Wahl auf die Verschmutzung der Lebensräume in Küstennähe, die Gefahr von Überfischung durch die Berufsfischerei und die Gefährdung durch Ausbaggerung der Flüsse hingewiesen, so die Expertinnen weiter. Denn von den Veränderungen der Lebensräume durch Ufer- und Querverbauungen, Regulierungsmaßnahmen oder Schadstoffbelastungen ist nicht nur die Flunder, sondern sind auch viele andere Fischarten und aquatische Lebewesen betroffen. (...)"
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Die Pressemitteilung als PDF-Download
Flyer zur Flunder als PDF-Datei 

 

Österreichischer Fisch des Jahres 2016 wird die Elritze (Phoxinus phoxinus)

"Mit der Ernennung möchten der Österreichische Fischereiverband, die Landesfischereiverbände und Landesorganisationen der Fischerei unter Mitwirkung des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und des Bundesamtes für Wasserwirtschaft (Scharfling), die jeweilige Art und dessen Lebensraum ins allgemeine Bewusstsein bringen. Nebst der traditionellen fischereilichen Bedeutung soll vor allem auf die aktuelle Bedrohung der Art und auf die Gefährdung seines Lebensraums hingewiesen werden." Zitat: Österreichischer Fischereiverband

Die Elritze Phoxinus phoxinus – besser bekannt als Pfrille (ÖFV)

Die Elritze in der Fischfauna-Online Fotogalerie

Die Elritze mit Karte und Artbeschreibung bei Fischfauna-Online 

 

 

Fisch des Jahres 2016 wird der Hecht (Esox lucius)

Fischfauna-Online Fotogalerie

Fischfauna-Online Verbreitungskarte und Artbeschreibung

 

Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN):

Bonn/Berlin, 9. Oktober 2015: Der Hecht (Esox lucius) wird Fisch des Jahres 2016. Der Hecht ist eine der größten und bekanntesten heimischen Fischarten. Mit dem Hecht wurde eine Art gewählt, durch die die Zusammenhänge zwischen Natur- und Artenschutz sowie nachhaltiger, verantwortungsvoller Naturnutzung verdeutlicht werden können. Wenn Ufer und Auen renaturiert oder in einem naturnahen Zustand erhalten werden, dienen sie dem Hecht als Rückzugsraum und Laichplatz. Damit wird einerseits der Bestand dieses von vielen Anglerinnen und Anglern geschätzten Speisefisches gesichert und gleichzeitig Lebensraum vieler weiterer Tier- und Pflanzenarten verbessert. Ausgewählt wurde der Hecht gemeinsam vom Deutschen Angelfischerverband (DAFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF). "Mit seiner unverwechselbaren Gestalt zählt der Hecht zu den bekanntesten heimischen Fischarten", sagte Dr. Christel Happach-Kasan, Präsidentin des Deutschen Angelfischerverbandes. Markant sind der langgestreckte Körper, die nach hinten verlagerte Rücken- und Afterflosse und vor allem das entenschnabelartige Maul. Er besiedelt stehende Gewässer vom kleinen Tümpel bis zum großen See, aber auch Fließgewässer vom Oberlauf bis hinab in die küstennahe Brackwasserregion. "Der Hecht ist beispielgebend für die vielen Fischarten, die zur Fortpflanzung auf intakte Ufer- und Auenbereiche entlang der Gewässer angewiesen sind. Nur wenn solche naturnahen Lebensräume erhalten bleiben oder wiederhergestellt werden, können die Bestände des Hechtes sowie vieler weiterer Fischarten zukünftig in unseren Flüssen erhalten werden", sagte die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel. Erfolgreiche Renaturierungsmaßnahmen zeigen, dass es gelingen kann, nicht nur dem Hecht, sondern auch zahlreichen anderen Tier- und Pflanzenarten wieder neuen Lebensraum zu geben. "Besatzmaßnahmen durch Angelfischer und Vereine sind auf Dauer keine Lösung. Aber sie helfen bei der Bestandsentwicklung in beeinträchtigten Gewässern", ergänzte Happach-Kasan.

 

phoca thumb l esox lucius4 foto andreas mueller Foto: Andreas Müller, verändert.

 

Fisch des Jahres 2015: Fisch des Jahres 2015 wird der Huchen Hucho hucho (Donaulachs)

Pressemitteilung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN)

Infos über die Seite des deutschen Angelfischerverbandes

Artbeschreibung Huchen in Fischfauna-Online

Fotogalerie Huchen

 

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Huchen Hucho hucho - am Laichplatz. (c) Clemens Ratschan, ezb, TB Zauner GmbH.

 

Fisch(e) des Jahres 2014: Die Störe

Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes DAFV: Fisch des Jahres 2014 - Der Stör Der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) hat in Abstimmung mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) den Stör zum Fisch des Jahres 2014 gewählt.  Zwei Störarten waren bis in den Anfang des letzten Jahrhunderts in unseren Flüssen heimisch: der Europäische Stör (Acipenser sturio) in Elbe und Rhein und der Atlantische Stör (Acipenser oxyrhinchus) in der Oder. Inzwischen gelten beide Arten als ausgestorben. Der Verlust von Laichplätzen durch die Veränderungen der Gewässerstruktur, Aufstiegshindernisse durch Gewässerverbauungen sowie Verschmutzung und Überfischung sind Hauptursachen für das Verschwinden des Störs.

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Junge Störe Acipenser sturio für ein Besatzprogramm im Elbe-Einzugsgebiet. Fotos: Philipp Freudenberg, Pressemitteilung des DAFV.

Das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF) und der Österreichische Fischereiverband (ÖFV) haben in Abstimmung mit dem Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) den Sterlet aus der Familie der Störe zum Fisch des Jahres 2014 gekürt. Der Sterlet ist der letzte Vertreter der Störartigen, der in Österreich an einigen Fließgewässern noch zu finden ist, und das auch nur, weil er nicht ins Meer wandern muss. mehr Infos bei ÖKF Aktuell

Namensverwirrung?

Ja! Seitdem bekannt wurde, dass es im norddeutschen Raum (Zuflüsse zu Nord- und Ostsee) zwei Störarten und nicht nur eine gegeben hat, gab es immer wieder Verwirrung und zahlreiche Änderungen bei der Benennung der deutschen Namen (auch hier bei Fischfauna-Online - Fischartenatlas von Deutschland und Österreich). Wir folgen in Fischfauna-Online mittlerweile der aktuellen "Gesamtartenliste und Roten Liste" der im Süßwasser reproduzierenden Neunaugen und Fische (Freyhof 2009), herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn. Also Achtung: Die Bezeichnung "Atlantischer Stör" wird in unterschiedlichen Quellen für unterschiedliche Fischarten verwendet!

Namensgebung in der Übersicht
Wissenschaftlicher NameName Fischfauna-OnlineName gem. DAFVVorkommen inlies mehr in Fischfauna-Online
Acipenser sturio Atlantischer Stör Europäischer Stör Nordseezuflüse Link zur Artbeschreibung
Acipenser oxyrinchus Baltischer Stör Atlantischer Stör Ostseezuflüsse Link zur Artbeschreibung
 Acipenser ruthenus Sterlet    Donau Link zur Artbeschreibung

 

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2013

Die Forellen Fisch des Jahres 2012 (VDSF)

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Pressemitteilung des VDSF mit ausführlichen Informationen über die Art


Die Forelle auf der Seite des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF)

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2012

Die Neunaugen Fisch des Jahres 2012 (VDSF)

Huchen Hucho hucho Österreichs Fisch des Jahres 2012 (ÖKF)

Wels Silurus glanis Brandenburgischer Fisch des Jahres 2012 (Landesfischereiverband Brandenburg / Berlin e.V.)

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2011

Äsche Thymallus thymallus Fisch des Jahres 2011  (VDSF, ÖKF, BfN, VDST)


Aalrutte (Quappe) Lota lota Österreichischer Fisch des Jahres 2011 (ÖFV, österr. Fischereiverbände, BAW)

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Quappe Lota lota. Foto: Bernd Stemmer, Soest.

Zander Sander lucioperca Brandenburger Fisch des Jahres 2011

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Begegnung in der Tiefe - der Zander Sander lucioperca. Foto: Andreas Müller

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Historie, Übersicht

Der Fisch des Jahres wird seit 1984 gekürt. Bis 1990 erfolgte die Benennung durch die Petri Stiftung. Seit 1991 wird der Fisch durch den Verband Deutscher Sportfischer e.V. (VDSF) gekürt, aktuell gemeinsam mit dem Deutschen Angler Verband (DAV), dem Bundesamt für Naturschutz (BfN), dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF). Die Auswahl erfolgt nach der Gefährdung aufgrund schädigender Einflüsse des Menschen auf den Lebensraum des Fisches.

Seit dem Jahr 2011 wird für Österreich durch den Österreichischen Fischereiverband (ÖFV), die österreichischen Landesfischereiverbände und das Bundesamt für Wasserwirtschaft (BAW) ein weiterer Fisch des Jahres (Österreichischer Fisch des Jahres) benannt.

Neben der Deutschland-Österreich-weiten Benennung zum Fisch des Jahres gibt es auch noch regionale Benennungen, so für Brandenburg durch den Landesfischereiverband Brandenburg/Berlin.

- Bisherige Fische des Jahres Übersicht VDSF e.V.
- Bisherige Fische des Jahres Übersicht auf Wikipedia

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