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Gasterosteus gymnurus Cuvier, 1829

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Art-Foto
Gasterosteus gymnurus - Östlicher Stichling, Foto: Robert Donoso-Buechner

Taxonomie

  • Unterstamm: Vertebrata
  • Klasse: Actinopterygii
  • Ordnung: Gasterosteiformes
  • Familie: Gasterosteidae

Bearbeiter

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    no editor yet
  • Info:
    Please apply for authorship at brunken@fbsm.hs-bremen.de
  • Webseite:

Rote Listen

RL Deutschland Süßwasser (Freyhof 2009)
Ungefährdet(*)
RL Hessen (Dümpelmann & Korte 2014)
Ungefährdet(*)

Weitere Attribute

Kommentar

Deutsch (DE-CH-AT)

WELCHE ART ZEIGT DIE KARTE?

Hier werden nur die Nachweise angezeigt, die sicher als Gasterosteus gymnurus im Sinne von Kottelat und Freyhof (2007) bestimmt wurden. Alle anderen dreistachligen Stichlinge werden bei Gasterosteus spec. eingeordnet.

 

KURZDIAGNOSE
Auf dem Rücken mit 3 Stacheln (sehr selten auch mal 2 oder 4). Rumpf und Schwanzstiel mit maximal 10 Reihen von Knochenplatten bedeckt und Schwanzstiel an den Seiten ohne einen klar erkennbaren Kiel. Wenn diese Merkmalskombination nicht gegeben ist - also lateraler Kiel am Schwanzstiel vorhanden und/oder mehr Knochenplatten, handelt es sich entweder um den Westlichen Stichling G. aculeatus oder um Hybride.

 

ARTBESCHREIBUNG
Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Unterscheidung von anderen Arten der Gattung Gasterosteus in Europa durch: Exklusive Merkmale: keine Knochenplatten oder lateralen Kiel am Schwanzstiel (ausgenommen wenige Individuen aus Sardinien). Nicht exklusive Merkmale: Rumpf ohne oder mit nur 2–10 Knochenplatten. Knochenplatten überlappen. Mehr Knochenplatten können in Hybridisierungszonen mit G. aculeatus vorkommen. SL bis 100 mm, gewöhnlich 60–80 mm SL

Verbreitung
Flusssysteme zum Mittelmeer (inkl. Mallorca, Sardinien, Korsika), Flusssysteme zum Atlantik südlich des Ärmelkanals und entlang der westlichen Seite der Britischen Inseln; Rhein. Hybridisierungszone mit G. aculeatus im Ärmelkanal, südliche Nordsee, Ostsee und einmündenden Flüssen. Eingeschleppt in die Schweiz (heimisch in Basel). Invasiv im Oberlauf der Donau.

Lebensraum
Flüsse, Seen und Teiche mit langsamer bis moderater Strömung, klares Wasser, sandiges Substrat. Im Mittelmeerraum gewöhnlich in aus Quellen gespeisten Gewässern, aber auch in anderen Habitaten (inkl. Brackwasserhabitaten im Po-Delta)

Biologie
Süßwasserbewohner, nicht wandernd. Paarung in April bis Mai in Spanien, Mai bis Juli in aus Quellen gespeisten Gewässern und früher im Brackwasser. Laicht ab Temperaturen von 12 °C. Laicht mit 1 Jahr das erste Mal. In der Laichzeit entwickeln die Milchner einen deutlichen roten Bauch. Sie verteidigen ihre Territorien, in denen sie in am Grund relativ flacher Bereiche ein Nest gebaut haben. Sie graben eine Vertiefung und bringen Pflanzenmaterial herbei, welches dann mit einem Nierensekret verklebt und mit Sand bedeckt wird, so dass nur noch der Eingang zu erkennen ist. Mehrere Rogner werden dann zum Laichen zum Nest geführt und danach verscheucht. Milchner bewachen die Eier und fächeln ihnen sauerstoffreiches Wasser zu. Das Laichverhalten ist sehr stereotypisch. Die Larven schlüpfen nach ungefähr 10 Tagen und werden für wenige Tage bewacht. Danach wird das Nest vom Milchner aufgegeben. Ernährt sich größtenteils von kleinen Wirbellosen.

Bemerkungen
Für diese Art wird häufig und fälschlicherweise der Name G. leiurus gebraucht. Molekulare Daten und vorhergehende morphologische Untersuchungen legen nahe, dass mehrere isolierte Populationen des Mittelmeerraums möglicherweise in verschiedene Arten unterschieden werden sollten.

 

WEITERE INFORMATIONEN
 Zur Unterscheidung der beiden dreistachligen Stichlingsarten Gasterosteus aculeatus Westlicher Stichling und G. gymnurus Östlicher Stichling siehe obigen Beitrag in den Artinformationen!

Namensgebung: Kottelat & Freyhof (2007) trennen den Dreistachligen Stichling, der bekanntermaßen immer in unterschiedlichen Formen auftrat (trachurus, semiarmatus, leiurus) in ihrem englischsprachigen "Handbook of European Freshwater Fishes" in zwei "echte" Arten und benennen sie wie folgt: Gasterosteus aculeatus Linnaeus, 1758 European threespine stickleback [Europäischer Dreistachliger Stichling] (entspricht der ehemaligen trachurus-Form) und Gasterosteus gymnurus Cuvier, 1829 Western threespine stickleback [Westlicher Dreistachliger Stichling] (entspricht der ehemaligen leiurus-Form). In der deutschsprachigen Literatur hat sich diese Namensgebung bisher nicht durchgesetzt. Im Atlas verwenden wir daher die Namensgebung aus der aktuellen deutschsprachigen Checkliste aus der Roten Liste der gefährdeten Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands (Freyhof 2009) wie folgt: Gasterosteus aculeatus Westlicher Stichling und Gasterosteus gymnurus Östlicher Stichling [man beachte, dass sich die "Himmelsrichtung" bei G. gymnurus gedreht hat; dies erklärt sich aus der unterschiedlichen Betrachtungsweise der europäischen bzw. rein deutschen Verbreitung].

Für den Östlichen Stichling gibt es eine Bildergalerie im Menü "Fotos/Süßwasserfische". Wer hat weitere Fotos?

 

GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN
LC. Lokal in mehreren Flusssystemen zum Mittelmeer selten oder ausgestorben.

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR
 Kleinlercher et al. (2008) zum Thema Gasterosteus in Österreich: "Polymorphismus der Lateralplattenformen ist von Gasterosteus aculeatus aus zahlreichen Süßwasserpopulationen in Europa bekannt. Gasterosteus gymnurus hingegen ist monomorph für die wenig beschildete Lateralplattenform und möglicherweise auf Süßgewässer des Mittelmeerraumes begrenzt. Polymorphe Lateralplattenformen, Dominanz der vollständig beschildeten Form (...) und das Auftreten eines wirtsspezifischen nordeuropäischen Süßwasserparasiten sind deutliche Indizien dafür, dass in Österreich im Rheintal, im Bodensee und im Donaueinzugsgebiet Gasterosteus aculeatus eingeschleppt worden und verbreitet ist. Vorkommen von Gasterosteus gymnurus hingegen sind für Österreich nicht belegt."

Weltweit betrachtetes Wachstum junger Dreistachliger Stichlinge (Gasterosteus aculeatus): eine erste Annäherung. Von Hans-Joachim Scheffel, Bremen (aus AKFS-aktuell Nr. 17, Januar 2006)

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KURZDIAGNOSE

Quelle: ZITAT 

Flossenformel FORMEL
L.l. Anzahl Schuppen ANZAHL
Schlundzähne ANZAHL
Höhen-Längen-Verhältnis HÖHE:LÄNGE (TL)

ARTBESCHREIBUNG

Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Text.

Verbreitung
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Lebensraum
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Biologie
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Bemerkungen
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WEITERE INFORMATIONEN

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GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

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