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Hucho hucho (Linnaeus, 1758)

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Art-Foto
Hucho hucho - Huchen, Foto: Dr. Bernd Stemmer

Taxonomie

  • Unterstamm: Vertebrata
  • Klasse: Actinopterygii
  • Ordnung: Salmoniformes
  • Familie: Salmonidae

Bearbeiter

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Rote Listen

RL Deutschland Süßwasser (Freyhof 2009)
Stark gefährdet(2)
RL Österreich (Wolfram & Mikschi 2007)
Endangered (stark gefährdet)(EN)

Weitere Attribute

  • Reproduktionsgilde lithophil
  • Migrationstyp potamodrom mittel
  • Ernährungstyp piscivor
  • Rheophilie rheophil A
  • Strömungspräferenz rheophil
  • Strömung am Laichhabitat rheopar
  • Temperaturpräferenz oligo-stenotherm

Kommentar

Deutsch (DE-CH-AT)

Aktuell

Neu erschienen: Hanfland et al. (2015), Fisch des Jahres 2015 - Der Huchen (Hucho hucho). - Berlin, Hrsg.: Deutscher Angelfischerverband e.V., 88 Seiten. ISBN 978-3-9812032-7-1

 

KURZDIAGNOSE
Quelle: Holčík et al. (1988), Hauer (2007)

Flossenformel DII-VI / 11(8-14), A I-VI / 9(7-11)
Anzahl Schuppen Seitenlinie (L.l.) 152-156 (107-194)

Keine (!) schwarzen Flecken auf der Schwanzflosse (im Gegensatz zur Regenbogenforelle)

Keine (!) roten Punkte an den Körperseiten (im Gegensatz zur Forelle) 

 

ARTBESCHREIBUNG
Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Unterscheidet sich von anderen Salmonidae in Mittel- und Osteuropa durch: Nicht exklusive Merkmale: 180–200 -Schuppen entlang der Seitenlinie. Keine roten Punkte und weißen Flossenränder. Langer Kopf (22–24% SL) und dorsal abgeflacht. Rundlicher Körper. Kaudale tief eingekerbt. Groß (in ungestörten Bereichen). Gewöhnlich 13–19 Kiemenreusendornen. Größtes dokumentiertes Individuum 1650 mm SL und 60 kg, kann evtl. bis zu 1800 mm SL erreichen. 

Verbreitung
Donau. Lokal sehr begrenzt in den Oberlauf der Donau eingeschleppt, Weichsel (Polen), Bodensee (Deutschland), Tajo (Spanien), Rhone (Frankreich) und wahrscheinlich andere Flüsse, in denen er sich scheinbar nur durch Besatz halten kann.

Lebensraum
Montane und submontane Ausläufer großer Ströme und schnellfließende, sauerstoffreiche Flüsse mit Kiessubstrat und Temperaturen, die selten 15 °C überschreiten. Bevorzugt tiefe Kolke und beschattetes Wasser unter überhängender Vegetation. Laicht in sehr sauberen, schnellfließenden Gewässern mit Kiessubstrat, normalerweise in kleinen Nebenflüssen.

Biologie
Lebt länger als 20 Jahre. Milchner reproduzieren sich das erste Mal mit 3–4 Jahren mit ca. 1 kg Gewicht, Rogner mit 4–5 Jahren und 2–3 kg. Laicht jedes Jahr Anfang Frühling. Gewöhnlich März bis April, selten früher Mai, wenn die Temperaturen 6–10 °C überschreiten. Gewöhnlicher Weise wandert er flussaufwärts, um in oberen Bereich der Nebenflüssen zu laichen. Milchner erreichen den Laichplatz zuerst und beschützen die Rogner vor anderen Milchnern. Beide graben eine Senke von 1,2–3 m Durchmesser und 10–20 cm Tiefe und verteidigen ein kleines Territorium gegen andere Individuen. Sie laichen gewöhnlich am Tage. Während des Laichens bedecken beide Geschlechter die Eier mit Substrat und verteidigen den Laichplatz bis zu zwei Wochen lang. Die Eier schlüpfen gewöhnlich nach 25–40 Tagen. Die Larven bleiben im Kies bis ihr Dottersack nach 8–14 Tagen aufgebraucht ist. Juvenile bewohnen schnell-fließende Gewässer und ernähren sich von treibenden Wirbellosen, um sich mit 1–3 Jahren von anderen Fischen zu ernähren.

 

WEITERE INFORMATIONEN
Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes (DAFV) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zum Huchen - Fisch des Jahres 2015

Ausführliche Anmerkungen zum (fragwürdigen?) natürlichen Vorkommen des Huchens östlich von Wien finden sich bei Nuschei (2008).

balkanrivers.net "Huchen in der Donau: eine Population in Gefahr"

Life- Natur Projekt "Lebensraum Huchen" an Pielach, Melk Und Mank"

 

GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN
EN B2ab (ii, iii). Die meisten Populationen überleben nur durch Besatz; natürliche Reproduktion ist durch Habitatveränderungen sehr eingeschränkt.

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR

Andreji, J. & Stráňai, I. (2013): Growth parameters of huchen Hucho hucho (L.) in the wild and under culture conditions. - Archives of Polish Fisheries 21(3): 179-188.

Esteve, M., Unfer, G., Pinter, K., & Doadrio, I. (2013). Spawning behaviour of Danube huchen from three Austrian rivers. Archives of Polish Fisheries, 21(3), 169-177.

Hanfland,S. Ivanc, M., Ratschan, C., Schnell, J., Schubert, M. & v. Siemens, M. (2015): Fisch des Jahres 2015 - Der Huchen (Hucho hucho). - Berlin, Hrsg.: Deutscher Angelfischerverband e.V., 88 S.

Holčík, J., Hensel, K., Nieslanik, J. & Skácel, L. (1988): The Eurasian Huchen, Hucho hucho. Largest Salmon of the world. - Dordrecht (Dr. W. Junk Publishers), 239 S.

Holzer, G. (2011): Habitat characterization of Danube salmon redds in the river Pielach. - Österreichs Fischerei 64(2/3): 54-69.

Jungwirth, M. & Winkler, H. (1984): The temperature dependence of embryonic development of grayling Thymallus thymallus, Danube salmon Hucho hucho, Arctic char Salvelinus alpinus and brown trout Salmo trutta fario. - Aquaculture 38(4): 315-327.

Nuschei, P. (2008): Der Huchen - östlich von Wien? - Österreichs Fischerei 61(10): 246-247.

Simonović, P. D., Nikolić, V. P., Tošić, A. D. & Marić, S. P. (2011): Length-weight relationship in adult huchen Hucho hucho (L., 1758) from Drina River, Serbia. Biologia, 66(1), 156-159.

Treer, T., Šprem, N. & Piria, M. (2014): Condition of huchen (Hucho hucho Linnaeus, 1758) from the Croatian‐Slovenian Kupa River. - Journal of Applied Ichthyology 30(1): 168-171.

Vîrban, I. & Ionescu, O. (2011): Study on Danube salmon populations (Hucho hucho L.) of Romania. - In: Proceedings of the Biennial International Symposium, Forest and Sustainable Development, Braşov, Romania, 15-16th October 2010. (pp. 373-380). Transilvania University Press.

Weiss, S., Marić, S. & Snoj, A. (2011): Regional structure despite limited mtDNA sequence diversity found in the endangered Huchen, Hucho hucho (Linnaeus, 1758). - Hydrobiologia 658(1): 103-110.

Witkowski, A., Bajić, A., Treer, T., Hegediš, A., Marić, S., Šprem, N., Piria, M. & Kapusta, A. (2013): Past and present of and perspectives for the Danube huchen, Hucho hucho (L.), in the Danube basin. - Archives of Polish Fisheries 21(3): 129-142.

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KURZDIAGNOSE

Quelle: ZITAT 

Flossenformel FORMEL
L.l. Anzahl Schuppen ANZAHL
Schlundzähne ANZAHL
Höhen-Längen-Verhältnis HÖHE:LÄNGE (TL)

ARTBESCHREIBUNG

Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Text.

Verbreitung
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Lebensraum
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Biologie
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Bemerkungen
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WEITERE INFORMATIONEN

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GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

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