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Silurus glanis Linnaeus, 1758

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Art-Foto
Silurus glanis - Wels, Foto: Dr. Bernd Stemmer

Taxonomie

  • Unterstamm: Vertebrata
  • Klasse: Actinopterygii
  • Ordnung: Siluriformes
  • Familie: Siluridae

Bearbeiter

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    no editor yet
  • Info:
    Please apply for authorship at brunken@fbsm.hs-bremen.de
  • Webseite:

Rote Listen

RL Deutschland Süßwasser (Freyhof 2009)
Ungefährdet(*)
RL Österreich (Wolfram & Mikschi 2007)
Vulnerable (gefährdet)(VU)
RL Hessen (Dümpelmann & Korte 2014)
Nicht bewertet(n.b.)

Weitere Attribute

  • Reproduktionsgilde phytophil
  • Migrationstyp potamodrom kurz
  • Ernährungstyp piscivor
  • Rheophilie eurytop
  • Strömungspräferenz indifferent
  • Strömung am Laichhabitat euryopar
  • Temperaturpräferenz meso-eurytherm

Kommentar

Deutsch (DE-CH-AT)

KURZDIAGNOSE
Quelle: Ritterbusch (2014) (ergänzt)

- gestreckte Körperform mit kantigem, abgeflachtem Kopf; kleine Augen
- Maul breit, leicht oberständig; Bezahnung bürstenförmig
- kleine Rückenflosse; sehr lange Afterflosse, bis zur Schwanzflosse reichend; OHNE Fettflosse (im Gegensatz zu den Zwergwelsen)
- 6 Barteln: 2 sehr lange an der Oberlippe, 4 kurze an der Unterlippe
- keine Schuppen
- Färbung braun-grau, auch blaugrau oder grünlichgrau; oft mit Fleckenmuster oder marmoriert; selten Albinoformen

 

ARTBESCHREIBUNG
Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Unterscheidet sich von allen anderen europäischen Süßwasserfischen durch: Nicht exklusive Merkmale: zwei Paar Tastbarteln. Insgesamt 83–91½ anale Flossenstrahlen. Exklusive Merkmale: schuppenlosen Körper. Langer, flacher Kopf. 2–4½ dorsale Flossenstrahlen. Caudale gerundet oder gestutzt. Keine Fettflosse. Flossenstrahlen der Anale berühren fast die Caudale. Größe bis zu 5000 mm Standardlänge und 300 kg (berichtet), gewöhnlich bis zu 2000 mm und 80 kg.

Verbreitung
Flusssysteme zur Nordsee, Ostsee, Schwarzen Meer, Kaspischen Meer und Aralsee bis nach Südschweden und Finnland; Flusssysteme zum Ägäisches Meer, in der Maritza und von der Struma bis zum Sperchios; Türkei. Abwesend im Rest der Mittelmeerzuflüsse. Eingeschleppt in die Rhone in 1857 und auf den britischen Inseln während der zweiten Hälfte der 19. Jahrhunderts. Jetzt weit verbreitet und eingeschleppt in ganz Europa und dem Einzugsgebiet des Balchasch-Sees.

Lebensraum
Große bis mittlere Tieflandflüsse und pflanzenzeiche Seen. Laicht in flachen, warmen und dicht bewachsenen Flusshabitaten ohne Strömung.

Biologie
Wird in Freiheit bis zu 80 Jahre alt. Laicht zum ersten Mal mit 2–3 Jahren und 1–2 kg. Laicht von April bis Juni, im Norden bis August, wenn die Temperaturen 20 °C übersteigen. Am Laichplatz verteidigen die Milchner kleine Territorien und bauen Nester aus Pflanzenmaterial, graben flache Mulden oder säubern das Laichsubstrat, wie z. B. Weidenwurzeln (Salix). Nester werden bis zum Schlüpfen der Larven von den Milchnern verteidigt. Sie laichen in Paaren. Während des Laichens umarmt der Milchner den Rogner. Die Einer schlüpfen in 2–3 Tagen und die Larven bleiben im Nest, bis der Dottersack nach 2–4 Tagen absorbiert ist. Nachtaktiver Jäger am Grund und in der Wassersäule. Sehr sensibel für extra-aquatische Geräusche. Ein Sensorkanal-System am Kopf erlaubt es dem Wels, dem Kielwasser und der chemischen Spur seiner Beute zu folgen. Diese kann bis zu 10 Sekunden alt sein und bis zu einer Distanz von 55 mal die Länge des Beutetiers lang sein. Larven und Juvenile zeigen eine negative Fototaxis und ernähren sich von einem großen Spektrum von Wirbellosen und Fischen. Adulte ernähren sich von Fischen und anderen aquatischen Wirbeltieren.

Bemerkungen
-

 

WEITERE INFORMATIONEN
-

 

GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN
LC. Lokal bedroht durch die Zerstörung von Laichplätzen durch Flussbegradigungen.

 

In Deutschland nehmen die Bestände in den letzten Jahren zum Teil deutlich zu (Weser, Elbe, Rhein).

 

WEITERFÜHRENDE LITERATUR
Ritterbusch, D. (2014): Der Wels in der Elbe - Bestandsentwicklung und Wachstum. - Schriften des Instituts für Binnenfischerei e.V. Potsdam-Sacrow, Bd. 37, 66 S.

 

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KURZDIAGNOSE

Quelle: ZITAT 

Flossenformel FORMEL
L.l. Anzahl Schuppen ANZAHL
Schlundzähne ANZAHL
Höhen-Längen-Verhältnis HÖHE:LÄNGE (TL)

ARTBESCHREIBUNG

Quelle: Kottelat & Freyhof (2007), Handbook of European Freshwater Fishes [aus dem Englischen übersetzt L. Rennebeck u. K. Plump, AG Fischökologie, Hochschule Bremen]; durchgesehen und redigiert J. Freyhof, 2013.

Beschreibung
Text.

Verbreitung
Text.

Lebensraum
Text.

Biologie
Text. 

Bemerkungen
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WEITERE INFORMATIONEN

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GEFÄHRDUNG UND SCHUTZBESTIMMUNGEN

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WEITERFÜHRENDE LITERATUR

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